Kirchenchor St. Joseph begeht mit Festmesse 100-jähriges Bestehen

Mit einem festlichen Gottesdienst begeht der Kirchenchor St. Joseph in Moitzfeld am Sonntag, 23. November, sein 100-jähriges Bestehen. Unter der Leitung von Seelsorgebereichsmusiker Martin Meyer führen die Sängerinnen und Sänger die „Messe brève in g-Moll“ von Léo Delibes auf. Mitglieder der „Cappella Montana“ sorgen für die instrumentale Begleitung.

Die Eucharistiefeier um 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Joseph wird von Domkapitular Monsignore Markus Bosbach, Präses des Diözesan-Cäcilienverbandes Köln und Präsident des Allgemeinen Cäcilienverbandes (ACV) in Deutschland, zelebriert.

Der Pfarrcäcilienchor St. Joseph wurde am 21. Februar 1925 gegründet – zunächst als reiner Männerchor, ab 1947 aber konnten dann auch Frauen dem Chor beitreten. Selbst während des Zweiten Weltkrieges fanden zeitweise Proben unter erschwerten Bedingungen statt. Unter Chorleiter Georg Blasel, der den Pfarrcäcilienchor fast 50 Jahre – von 1957 bis 2004 – leitete, entwickelte er sich zu einem prägenden Bestandteil des Moitzfelder Gemeindelebens. Seitdem standen nicht nur festlich gestaltete Gottesdienste auf dem Programm, sondern auch gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge und Feiern, die den engen Zusammenhalt des Ensembles stärkten. Viele Sängerinnen und Sänger gehören dem Chor seit mehreren Jahrzehnten an. Die vergangenen 20 Jahre waren von häufigen Wechseln in der Chorleitung geprägt. Im Jubiläumsjahr wird der Chor nun von Kirchenmusiker Martin Meyer geleitet.

Für das Jubiläum hat Chorleiter Meyer die Delibes-Messe ausgewählt, weil sie, wie er findet, „eine ansteckende Lebendigkeit in der Balance zwischen inniger Andacht und jubelndem Gotteslob ausdrückt“. Sie verbinde die Leichtigkeit der französischen Programmmusik mit der Tiefe liturgischer Klangsprache. „Damit passt sie für mich zu einem Jubiläum, das sowohl Rückblick als auch Aufbruch bedeutet“, so der Kirchenmusiker.

Unterstützt wird der Chor an diesem besonderen Tag von Sängerinnen und Sängern aus Bensberg – ein Zeichen gelebter Partnerschaft, die im vergangenen Jahr durch die neue Leitung gewachsen ist. Mit Blick auf ein Jahrhundert Chorgeschichte sagt Meyer: „Singen ist Ausdruck von Glauben, Gemeinschaft und Persönlichkeit – und 100 Jahre Chorgeschichte sind ein Zeugnis von Menschen, die diesen Chor mit Herz, Stimme und Hingabe durch Wandel und Erneuerung getragen haben.“

Text – Martina Martschin