Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.

Joh 12, 24

Von diesem Schriftwort inspiriert hat Sieger Köder das letzte Bild des Kreuzwegs in unserer Pfarrkirche St. Nikolaus gestaltet. Es zeigt den Übergang vom Tod zum Leben. Der Künstler – so formulierte es der ehemalige Pfarrer Heinz-Peter Janßen in seiner Kreuzwegbetrachtung – wagt es, das Unsichtbare darzustellen: die Verwandlung des Todes in neues, ewiges Leben. Nicht die Stille des Karfreitags prägt diese Szene.

Vielmehr scheint bereits ein erster Schimmer des Osterlichts in die Grabhöhle einzudringen, die sich in erdigem Braun über den Leichnam Jesu wölbt. Wie in einen Kokon gehüllt, liegt er in einem Schacht, der an unsere eigenen Gräber erinnert, in die wir unsere Verstorbenen betten. Nur die Wundmale an Händen und Seite leuchten noch rötlich durch die Leichentücher, während die übrigen Wunden des gequälten Körpers bereits verheilt erscheinen.

Das Grab ist nicht das Ende – Gottes Leben siegt. Wie das Weizenkorn Frucht bringt, so verwandelt Christus den Tod in neues Leben. Er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja!

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, auch im Namen des gesamten Pastoralteams, unseres Subsidiars und aller Mitarbeiter/innen unserer Kirchengemeinde FROHE und GESEGNETE OSTERN 2026!

Ihr Elmar Kirchner, Pfarrer