Livestream der Trauergottesdienste für Pfarrer Max Offermann

Nach schwerer Krankheit ist in den Abendstunden des Ostersonntags Pfarrer Max Offermann, gebürtig aus Bensberg, im Alter von 57 Jahren gestorben. Die Nachricht vom Tod ihres ehemaligen Gemeindemitglieds erfüllt die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft von St. Nikolaus und St. Joseph mit großer Trauer.

Pfarrer Andreas Süß, der seinen Mitbruder noch am Karfreitag im Aachener Uniklinikum besucht, ihn der Gebete seiner Heimatgemeinde versichert und dieses Gebetsanliegen in allen Kar- und Ostergottesdiensten formuliert hatte, hat ihm noch am Krankenbett das Kreuz der Kirche St. Nikolaus gezeigt, in der er einst groß geworden und in der seine Berufung zum Priester gewachsen war. Pfarrer Süß zitiert Max Offermann bei dieser Begegnung mit den Worten „Wir werden uns wiedersehen“. Er sei im festen Glauben an die Auferstehung gestorben, aus der heraus er immer – vor allem aber in den schweren Monaten seiner Erkrankung – gelebt habe, so Süß. „Nun darf Pfarrer Offermann demjenigen begegnen, den er ein ganzes Leben lang froh verkündet hat – auch wenn uns, die Zurückbleibenden, die Nachricht von seinem Tod mit großem Schmerz erfüllt.“ Bis zu seinen Exequien werde in allen Messen des Verstorbenen gedacht.

Am 30. Mai 1963 geboren, wurde Max Offermann an seinem Geburtstag 1990 in Euskirchen zum Diakon und ein Jahr später, am 28. Juni 1991, im Kölner Dom zum Priester geweiht. Seine Primizmesse feierte er in seiner Heimatpfarrei St. Nikolaus. Der von ihm gewählte Primiz-Spruch ist dem zweiten Korinther-Brief entnommen: Die Liebe Christi drängt uns.

Es folgten Kaplanstellen an St. Franziskus-Xaverius Mörsenbroich sowie an St. Severin Lindlar, St. Joseph Linde und St. Laurentius Hohkeppel. Im Jahr 2000 wurde der beliebte Seelsorger Pfarrer im Seelsorgebereich Much. In dieser Zeit war er auch stellvertretender Kreisdechant des Rhein-Sieg-Kreises. Im November 2012 wechselte er nach Euskirchen und wurde hier zum Pfarrer der Stadtpfarrei St. Martin und an St. Medardus Wißkirchen ernannt. Zuletzt, ab dem 1. September 2017, war er leitender Pfarrer im gesamten Sendungsraum Euskirchen, der neben St. Martin auch die Gemeinden Kreuzauffindung Elsig, Heilig Kreuz Euskirchen-Kreuzweingarten, St. Martin Stotzheim Pfarrer sowie St. Brictius Euenheim umfasst. Außerdem gehörte er dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem an.

Seit März 2020 war er krankheitsbedingt nicht mehr im Dienst gewesen. Den Gläubigen seiner Gemeinden hat er dennoch regelmäßig Grüße aus dem Krankenhaus geschickt. Auch die Heilige Messe hat er anfangs noch von seiner Bettkante aus gefeiert, wie die Gemeinde damals auf Facebook mitteilte. 

In seiner Jugend war Max Offermann tief in der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) Stamm Ommerborn verwurzelt und durchlief in diesem Engagement alle Phasen: vom Wölfling bis zum Gruppenleiter. Prägende Erfahrungen machte er dabei unter dem Bensberger Pfarrer Hans Rump, später – selbst schon angehender Priester – unter Pfarrer Heinz-Peter Janßen und schließlich auf seiner zweiten Kaplanstelle unter Pfarrer Josef Rottländer.

Außerdem galt seine Liebe dem Kölner Karneval. 1997 trat er dem Fußkorps der Prinzengarde Köln bei und wurde bald darauf deren Regimentspfarrer. „Der Karneval wurde mir in die Wiege gelegt“, hat er selbst einmal dazu gesagt. Zu den Höhepunkten dieses Engagements gehörte für ihn daher zweifellos in jedem Jahr, beim Kölner Rosenmontagszug auf dem Wagen der Prinzengarde mitzufahren. Lange, noch vor seinem offiziellen karnevalistischen Einsatz, hatte er dies als Herzenswunsch gehegt. Er habe seine Funktion immer mit viel Leidenschaft gelebt, war immer ansprechbar, würdigt ihn jetzt der Vorstand. Sein Tod erschüttere die Prinzen-Garde zutiefst und sei ein großer Verlust, schrieb Präsident Dino Massi am Ostermontag.

Alle, die um Max Offermann trauern, sind eingeladen, für den Verstorbenen und seine Familienangehörigen zu beten. Stellvertretend formuliert Pfarrer Süß: „O Herr, gib Pastor Offermann die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm! Herr, lass ihn ruhen in Frieden! Amen.“

In den kommenden Tagen werden Kondolenzbücher in St. Nikolaus ausliegen. Am Montag, dem 12. April, findet um 19 Uhr in St. Nikolaus die Totenvesper statt; die Exequien werden am 13. April um 10 Uhr in St. Nikolaus gefeiert. Im Anschluss ist die Beerdigung im Familiengrab auf dem Bensberger Friedhof.

Sowohl für die Vesper als auch für die Exequien sind leider alle Plätze vergeben.


Livestream der Vesper: Montag, 12. April 2021 um 19 Uhr in St. Nikolaus

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Livestream der Exequien: Dienstag, 13. April 2021 um 10 Uhr in St. Nikolaus

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Text – Beatrice Tomasetti
Foto – privat