Festmesse am Hochfest Mariä Himmelfahrt in St. Nikolaus

Mariä Himmelfahrt bedeutet, dass Maria nach Beendigung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Sie ist das Bild des erlösten Menschen. Das erklärt auch, dass es keine Reliquien von Maria gibt. Generell finden sich in der Bibel nicht viele Informationen über die Mutter Jesu, auch wenn Maria zu den bekanntesten Personen der Heiligen Schrift zählt.

Neben der Himmelfahrt Mariens kennt die katholische Kirche nur noch ein Himmelfahrtsfest: Christi Himmelfahrt. Der Unterschied zwischen den beiden Himmelfahrten wird im Lateinischen deutlich: Christus steigt aktiv zu Gott empor („Ascensio Domini“), während Maria passiv in den Himmel aufgenommen wird („Assumptio Mariae“).

Die römisch-katholische Kirche pflegt eine tiefe Marienverehrung. Verknüpft wird diese mit verschiedenen volkstümlichen und religiösen Bräuchen. In ländlichen Gegenden wird Mariä Himmelfahrt beispielsweise als „Büschelfrauentag“ oder „Unser Frauen Würzweih“ bezeichnet. Maria gilt hier als „die Blume des Feldes und die Lilie der Täler“. Der Brauch der Blumen- und Kräutersegnung – umgangssprachlich auch Kräuterweihe genannt – geht auf eine Legende zurück. Demnach befanden sich nach der Öffnung des Grabes von Maria wohlriechende Blumen und Kräuter darin. Der Erde soll an dieser Stelle ein wundersamer Kräuterduft entströmt sein. Die Erläuterungen des liturgischen Segensbuches (Benedictionale) erklären: „Die Heilkraft der Kräuter soll durch die Fürbitte der Kirche dem ganzen Menschen zum Heil dienen.“ Dieses Heil sei an Maria besonders deutlich geworden. Gottesdienste mit Kräutersegnungen sind seit dem 9. Jahrhundert bekannt und lösten germanische Erntebräuche ab. Die Segnung sollte die von Maria ausgehenden heilsamen Einflüsse und Kräfte auf die Kräuter übertragen.

Der Ursprung des Hochfestes Mariä Himmelfahrt liegt im 7. Jahrhundert. Ausgangspunkt sind die Legenden über das leere Grab Mariens. In der Bibel sind hingegen nur Andeutungen über eine leibliche Aufnahme Marias in den Himmel zu finden. Papst Pius XII. erhob die Lehre von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel im Jahr 1950 zum Dogma, also zum verbindlichen Glaubensinhalt.

In St. Nikolaus feiern Pfarrer Dr. Axel Hammes und Kaplan Pater Binoy anlässlich des Hochfestes Mariä Himmelfahrt um 18 Uhr eine Festmesse.

Text – Erzbistum Köln

Foto – Beatrice Tomasetti