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Aktualisiert am: 04.04.2010
ORGELZYKLUS 2010
an der Rieger-Orgel (53/III)
von St. Nikolaus, Bensberg
Übersicht Orgelzyklus 2010
Sonntag, 18. April, 20.00 h
Eric Lebrun, Paris
Werke von W.A. Mozart, Schumann, Litaize u.a.
Eric Lebrun war Schüler von Gaston Litaize und Anne-Marie Barat und studierte am Conservatoire de Paris, wo er unter anderem den ersten Orgelpreis in der Klasse von Michel Chapuis gewann. Nachdem er 1990 Preisträger des Grand Prix de Chartres war, wurde er Organist an der Kirche Saint-Antoine-des-Quinze-Vingts in Paris, die über eine bedeutende Cavaillé-Coll-Orgel verfügt, an der er unter anderem das komplette Orgelwerk von Jehan Alain, Maurice Duruflé und César Franck einspielte. Er war Orgelprofessor am Conservatoire National de Région d'Angers und wirkte mehrere Jahre an der Internationalen Akademie von Comminges; heute ist er Orgelprofessor am Conservatoire Régional de Saint-Maur des Fossés. Mit André Isoir gründete er die Akademie von Nemours-Saint Pierre. Mit seiner Ehefrau, der Organistin Marie-Ange Leurent, tritt er auch als Duo zu vier Händen auf. In dieser Besetzung führte er Werke von Mozart und seinen Zeitgenossen auf.
Er spielte die Uraufführungen vieler zeitgenössischer Komponisten, darunter auch Werke, die ihm gewidmet sind.
Die Palette seiner eigenen Kompositionen reicht von Stücken für Violine solo bis zum Oratorium.
Sonntag, 27. Juni, 20.00 h
Stefan Palm, Jülich/Neuss
Werke von J.S. Bach, Reger u.a.
Stefan Palm legte an der Kölner Musikhochschule als bislang einziger Student drei Konzertexamen ab: neben dem Kirchenmusikexamen die Konzertexamen in Orgel, Cembalo und Klavier. Als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte er an der Juilliard School in New York und schloss dort sein Studium mit dem "Master of Music" ab. Neben seinem Hauptfachunterricht bei Peter Neumann, Michael Schneider, Ulla Graf und Lionel Party holte er sich den letzten Schliff bei Meisterkursen mit Marie-Claire Alain, Guy Bovet, Lionel Rogg, André Isoir, Luigi Fernando Tagliavini, Malcolm Bilson, Gustav Leonhart und Itzhak Perlman. Schon während seines Studiums wurde er mit internationalen Preisen überhäuft: Internationaler Musikwettbewerb der ARD in München, Bach-Preis Wiesbaden, ION Nürnberg, Liszt-Wettbewerb Budapest, Karl Richter Wettbewerb Berlin, Internationaler Orgelwettbewerb Speyer etc.. Seine Auftritte als Solist oder begleitet von renommierten Orchestern wie dem Peking Symphony Orchestra (China), dem Radio-Symphonieorchester Wien (Österreich), dem Tallinn Chamber Orchestra (Estland), den Bochumer Symphonikern, der Nordwestdeutschen Philharmonie und der Musikfabrik NRW schließen so prominente Podien ein wie den Konzertsaal der „Verbotenen Stadt“ in Peking, Kyoto Concerthall, die Kathedralen von Tokyo und Moskau, Hongkong Cultural Center , Alice Tully Hall, Trinity Church Wall Street und St. Patrick’s Cathedral in New York, La Madeleine, Paris und das Wiener Konzerthaus. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bei vielen deutschen und internationalen Anstalten wie WDR, Bayerischer Rundfunk, 3SAT, Schweizer Rundfunk, Finnischer und Estnischer Rundfunk und BBC sowie zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Nach langjähriger Leitung einer Hauptfachklasse für Cembalo und Kammermusik an der Musikhochschule Köln unterrichtet er heute nur noch im Rahmen von internationalen Meisterklassen und privat. Seit 2000 ist er Kantor an St. Marien, Neuss.
Sonntag, 5. September, 20.00 h
John Scott, New York
Werke von J.S. Bach, Mendelssohn, Vierne u.a.
John Scott begann seine musikalische Laufbahn als Chorknabe in seiner Heimatstadt Wakefield, wo er noch während seiner Schulzeit die Diplome des Royal College of Organists und andere bedeutende Auszeichnungen erwarb. Ab 1974 war er für vier Jahre Organ Scholar und Assistent von George Guest am St. John’s College in Cambridge. Er studierte bei Jonathan Bielby, Ralph Downes und Dame Gillian Weir. Während der folgenden Zeit als Assistant Organist an den beiden Londoner anglikanischen Kathedralen St. Paul’s und Southwark gewann er die Orgelwettbewerb von Manchester (1978) und Leipzig (1984). 1990 folgte er Christopher Dearnley als Organist und Director of Music an St. Paul’s, wo er 14 Jahre lang bis zu seinem Wechsel nach New York tätig war. Unter seiner Leitung war der Chor von St. Paul’s häufig auf Tournee in Europa, Japan und Amerika und nahm zahlreiche preisgekrönte CDs auf. John Scott ist einer der weltweit führenden Organisten, der schon in allen fünf Kontinenten konzertierte. In Anerkennung seiner Arbeit an St. Paul’s wurde er 2004 zum Lieutenant of the Royal Victorian Order (LVO) ernannt. Zur Zeit ist er Organist und Director of Music an der Saint Thomas Church, Fifth Avenue, in New York. John Scott ist bereits zum dritten Mal in St. Nikolaus zu Gast.
Sonntag, 26. September, 20.00 h
Wolfgang Seifen, Berlin/Kevelaer
Orgelimprovisation zum Stummfilm
(„Faust“, 1926; 1 h 53‘; Regie: Fr.W. Murnau )
Wolfgang Seifen wurde 1956 in Bergheim/Erft geboren. Erster Klavier- und Theorieunterricht bei Hermann Kräling. Ab 1967 Musikgymnasium der "Regensburger Domspatzen". 1973-1976 Kirchenmusikstudium in Aachen. Daneben erste Organistenstelle an der Nikolauskirche Aachen. 1977-1980 Leitung des studentischen Kammerorchesters Aachen. 1978 Gründung des Kammerchors "Cappella Cantica". 1976-1983 Kirchenmusiker an St.Sebastian in Nettetal-Lobberich. 1983-2000 Organist an der Päpstlichen Marienbasilika zu Kevelaer (Seifert-Orgel mit 128 Registern). Künstlerische Tätigkeit als Chor- und Orchesterleiter, Pädagoge und Komponist. 1989-1992 Leitung einer Orgelklasse für Improvisation und Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Von 1992-2000 in gleicher Funktion an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. 1995 Ernennung zum Honorarprofessor an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Seit Oktober 2000 Professor für Improvisation und Liturgisches Orgelspiel an der Universität der Künste in Berlin. 2002 Berufung in die Erzbischöfliche Kirchenmusik-Kommission Berlin durch Kardinal Sterzinski. 2003 bis 2009 zweiter Vorsitzender der "Konferenz der Leiter katholischer Ausbildungsstätten für Kirchenmusik in Deutschland". 2004 Berufung zum Titularorganisten an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. 2006 Auftrags-Komposition einer Missa Solemnis für Grosses Orchester, Chor und Orgel "Tu es Petrus" zum 80. Geburtstag von Papst Benedikt XVI. Uraufführung 15.4.2007 in der St. Hedwigskathedrale Berlin unter Schirmherrschaft des Päpstlichen Nuntius. Erstaufführung im Petersdom, Rom, am 10.10.2007. Zahlreiche Kompositionen für Chor, Orgel und Kammermusik sowie diverse Publikationen über Orgelbau und Orgelimprovisation.
Wolfgang Seifen ist ein national und international gesuchter Orgelsachverständiger und -gutachter. Er ist an vielen nationalen, europäischen und aussereuropäischen Rundfunk- und Fernsehproduktionen beteiligt sowie an vielen dutzenden CD-Einspielungen. Außerdem ist Seifen Mitbegründer und Leiter der Internationalen Altenberger Orgelakademie für Improvisation.
Neben einer sehr umfangreichen Konzerttätigkeit im gesamten europäischen Raum sowie in den USA und Japan wirkt er als Juror bei zahlreichen Internationalen Wettbewerben sowie Gastdozenturen für Improvisation bei Internationalen Festivals und Akademien mit. Regelmäßig erhält er Einladungen zu Internationalen Orgeltagungen der AGO (American Guild of Organists) USA.
Silvester, 31. Dezember, 22.00 h
Panflöte und Orgel
Matthias Schlubeck, Panflöte
Ludwig Goßner, Orgel
Werke von J. S. Bach, W. A. Mozart u.a.
Matthias Schlubeck, 1973 in Wuppertal geboren, nahm bereits 1979 ersten Panflötenunterricht bei Erich zur Eck. Wiederholt bekam er Panflötenunterricht bei Jean-Claude Mara in Süd-Frankreich. Im Sommer 1990 belegte er einen Meisterkurs in Frankreich bei Gheorghe Zamfir. 1993 und 1994 besuchte er Kurse bei Nicolai Pîrvu und Damian Luca. Bei dem Rumänen Damian Luca erhielt er daraufhin zeitweise Unterricht in Holland. Als Jungstudent begann er 1991 bei Prof. Manfredo Zimmermann an der Musikhochschule in Wuppertal. Im Januar 1997 bestand er dort die Prüfung der "Instrumental-Pädagogik" mit sehr guten Noten und die Künstlerische Abschlußprüfung sogar mit Auszeichnung. Darauf folgte im November 1998 sein Konzertexamen. Damit ist er in Deutschland der erste Musiker mit einem Hochschulabschluß im Fach Panflöte. Im November 1999 erhielt Matthias Schlubeck den Förderpreis der Stadt Wuppertal.
Seit 1989 gibt er regelmäßig Konzerte, vorwiegend in Kirchen, in Kombination mit Orgel, aber auch mit Klavier, Harfe, Orchester etc.. Konzertreisen führten ihn bereits in die Schweiz, die Niederlande, nach Österreich, Belgien, Frankreich, Spanien, Litauen, in die Niederlande und die USA. Außerdem wirkte er inzwischen bei einigen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit. 1995 gründete Schlubeck das Label „panOfon“, in dem nicht nur seine eigenen CDs, sondern auch Aufnahmen anderer Musiker erscheinen, bei denen er als Tontechniker mitwirkt. Unter dem gleichen Markennamen entstand im Jahre 2001 auch ein Musikverlag, der hauptsächlich Noten für die Panflöte herausgibt; in Zukunft wird aber auch Notenmaterial für andere Instrumente/ Besetzungen veröffentlicht. Mittlerweile gilt Schlubeck als einer der führenden Panflötisten der Welt und hat sich besonders im Bereich der Interpretation Klassischer Musik auf der Panflöte einen Namen gemacht. Seit 1997 organisiert Matthias Schlubeck jährlich Panflötenkurse, bei denen er, neben eingeladenen Dozenten, auch selber als Dozent tätig ist. Seit 2000 organisiert er außerdem immer wieder die Bergischen Sommer-Musikwochen, die im Raum Wuppertal, Solingen und Remscheid ein umfangreiches Konzertangebot in der Zeit der Sommerferien bieten.
Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.
Information: 02204/52424
Disposition der Rieger-Orgel in der kath. Pfarrkirche St. Nikolaus
in Bergisch Gladbach-Bensberg
| RÜCKPOSITIV (I) C-c4 | SCHWELLWERK (III) C-c4 | ||
| Principal | 8' | Quintatön | 16' |
| Holzgedeckt | 8' | Geigenprincipal | 8' |
| Quintadena | 8' | Bourdon | 8' |
| Octave | 4' | Doppelflöte | 8' |
| Rohrflöte | 4' | Gambe | 8' |
| Nazard | 2 2/3' | Voix céleste | 8' |
| Octave | 2' | Prestant | 4' |
| Waldflöte | 2' | Flûte oct. | 4' |
| Tierce | 1 3/5' IV | Viola | 4' |
| Scharff | 2/3' | Nazard harm. | 2 2/3' |
| Cromorne | 8' | Flageolet | 2' |
| Trichterregal | 8' | Tierce harm. | 1 3/5' |
| Plein Jeu | 2 2/3' V | ||
| Tremulant | Basson | 16' | |
| Trompette h. | 8' | ||
| Hautbois | 8' | ||
| Voix humaine | 8' | ||
| Clairon | 4' | ||
Tremulant |
|||
| HAUPTWERK (II) C-c4 | PEDAL C-g1 | ||
| Bourdon | 16' | Untersatz | 32' |
| Principal | 8' | Principal | 16' |
| Flûte harm. | 8' | Subbaß | 16' |
| Salicional | 8' | Octavbaß | 8' |
| Rohrgedackt | 8' | Gedackt | 8' |
| Octave | 4' | Choralbaß | 4' |
| Spitzflöte | 4' | Posaune | 16' |
| Quinte | 2 2/3' | Fagott | 16' |
| Superoctave | 2' | Trompete | 8' |
| Mixtur | 1 1/3' IV-V | ||
| Cornet | 8' V | ||
| Trompete | 16' | ||
| Trompete | 8' | ||
| Clairon | 4' | ||
Tremulant |
|||
| I/P | III/II | Spielhilfen: |
| II/P | I/II | ID-Card System |
| III/P | III/I | 1000 Kombinationen + je 3 Inserts x 8 Benutzer |
| Sequenzschaltung < > | ||
| Ab |
Optische Gestaltung: Raimund Glatter-Götz und Wendelin Eberle in Zusammenarbeit mit Architekt Dipl.-Ing. Jürgen Kreft
Metallstüzen: Architekt Dipl.-Ing. Jürgen Kreft
Technische Konstruktion: Wendelin Eberle
Montage: Markus Zoitl, Matthias Dobler, Manfred Dietrich, Emanuel Bitschnau
Intonation Michel Garnier und Johann Amschl
Gesamtgewicht: ca. 12 t.
Insgesamt 3.636 Pfeifen, davon 3.358 Metallpfeifen, 246 Holzpfeifen und 32 Pfeifen (Posaune) mit Holzstiefeln und Metallbechern
