30.04.2011
ORGELZYKLUS 2011
an der Rieger-Orgel (53/III)
von St. Nikolaus, Bensberg
Übersicht Orgelzyklus 2011
Zum 125jährigen Kirchweihfest spielen
(Nikolaus-) Organisten aus vier Ländern.
Sonntag, 10. April, 20.00 h
Nicolas Kynaston
England
Werke von J. S. Bach, F. Liszt, O. Alain u.a.
NICOLAS KYNASTON
Normalerweise spielt er in der ausverkauften Carnegie Hall oder der Royal Albert Hall. Nun eröffnet der weltberühmte Londoner Organist Nicolas Kynaston, Ehrenmitglied des Royal College of Organists, der unter anderem den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den Deutschen Schallplattenpreis gewonnen hat, am 10. April den Orgelzyklus 2011 in St. Nikolaus.
"Wenn es heute einen noch besseren und musikalischeren Organisten in der Öffentlichkeit gibt, habe ich ihn oder sie noch nicht gehört." schrieb Die Zeitschrift In Tune enthusiastisch.
Welche Wertschätzung Kynaston unter Kennern genießt, konnte man unter anderem daran ablesen, dass letztes Jahr sein Konzert in der Kölner Trinitatiskirche von fast allen Kölner Organisten besucht wurde, die Rang und Namen haben. .
In Devon geboren, ging Nicolas Kynaston mit 15 Jahren nach Italien, um bei Fernando Germani zu studieren. Nach England kehrte er zurück, um seine Studien bei Ralph Downes fortzusetzen. Im Alter von 19 Jahren wurde er Organist an der Westminster Cathedral, was Kynaston mit britischem Understatement („It was pure luck“) kommentiert. Bald darauf gab er die ersten von vielen Recitals in der London Royal Festival Hall. 1971 beschloss Kynaston, sich nur noch seiner Konzerttätigkeit zu widmen, die ihn seither mit Solo-Recitals, Aufnahmen, Konzertauftritten und Meisterklassen an die berühmtesten Orgeln rund um den Globus führt.
Zu jener Zeit hatte er bereits für Philips, HMV und Decca aufgenommen und für CFD die Aufnahme eingespielt, die ihm einen EMI Award aufgrund von 100.000 verkauften Platten innerhalb von 12 Monaten einbrachte. Es folgten weitere CD-Aufnahmen, darunter die Orgel-Symphonie und "Cypres et Lauriers" von Saint-Saens und eine Aufnahme mit Werken von Liszt aus dem Ingolstädter Münster, die nun von Guild wieder herausgebracht wurden. Die Liszt-CD, die neben der "Ad nos"- Fantasie Kynastons eigene Fassung von "Funerailles" enthält, wurde im Magazin "Gramophone" mehrmals als "Editor' s Choice", "Soundings Choice" und "Critics Choice" nominiert.
Sonntag, 29 Mai, 20.00 h
Michael Hedley
St. Nicolaaskerk, Amsterdam
Werke von Joseph Guy Ropartz, A. Ritter, H. Howells u.a.
MICHAEL HEDLEY
Michael Hedley absolvierte sein Musikhochschulstudium in London bei Nicholas Danby. Dort nahm er auch an Meisterklassen bei André Marchal, Michael Schneider, Luigi Tagliavini und anderen teil.
Während seines Studiums erhielt er mehrere Auszeichnungen für sein Orgelspiel. Sein anschließendes Aufbaustudium schloss er mit dem „Certificate of Advanced Studies“ an der Guildhall School of Music ab sowie mit einem Konzertdiplom am Londoner Royal College of Music.
1978 führte ihn sein Weg nach Amsterdam, wo er an der Sweelinck Musikhochschule sein Orgelstudium fortsetzte. 1979 gewann er den César Franck Wettbewerb in der St. Bavo Kathedrale in Haarlem.
Als Konzertorganist ist er ein gerngesehener Gast in vielen europäischen Ländern, wo er von Presse und Öffentlichkeit begeistert aufgenommen wird. Als Orchesterorganist ist er oft im Concertgebouw in Amsterdam zu hören. Darüber hinaus hat er als Konzertorganist, Continuo Spieler und Chordirigent TV, Radio- und CD-Aufnahmen für BBC, NCRV und KRO gemacht. Seit Januar 2000 ist er Organist und Musikdirektor an der St. Nicolaas Kirche in Amsterdam.
Sonntag, 11. September, 20.00 h
Jürgen Wolf
Nikolaikirche, Leipzig
Werke von F. Muffat, J.S. Bach, F. Liszt u.a.
JÜRGEN WOLF
wurde in Bad Mergentheim geboren. In Würzburg und Heidelberg studierte er Orgel und Musikwissenschaft, war im Orgelbau tätig und schloß Dirigierstudien bei Sergiu Celibidache an. In Wien beendete er das Studium der evangelischen Kirchenmusik mit dem A-Examen. Schon während des Studiums beschäftigte er sich intensiv mit der historischen Aufführungspraxis, insbesondere mit der Interpretation Bach´scher Musik. 1992 erlangte er den "Magister artium". Zahlreiche Kurse und private Studien vervollständigten seine Ausbildung. 1993 wurde er in das Amt des Kantors und Organisten an St. Nikolai zu Leipzig berufen. Neben diesen Tätigkeiten ist Jürgen Wolf als Komponist (1999 1. Preis im Kompositionswettbewerb "Geistliches Lied" Bayreuth) und Gastdirigent verschiedener Ensembles und Orchester tätig, wie der Telemann-Akademie Japan, des Akademischen Kammerchores der Universität Uppsala, des Drottningholmer Barockensembles, des Mendelssohnkammerorchesters Leipzig. Er ist Gastdozent für Orgel und Cembalo bei internationalen Meisterkursen und hat regelmäßig Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen., u.a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig. Seine internationale Konzerttätigkeit als Dirigent und Organist führte ihn nach Japan, in die USA, Ukraine, Schweiz, Frankreich, Italien und Norwegen. Jürgen Wolf initiierte und prägte die Orgelerneuerung der großen Ladegast-Orgel der Nikolaikirche. Durch sein Engagement konnte die Porsche AG als Hauptsponsor gewonnen werden. In enger Kooperation entstand so ein Instrument von internationalem Rang. Seit 2006 ist Jürgen Wolf Dirigent des Open-Air Abschlusskonzertes des Leipziger Stadtfestes mit Aufführungen der "Carmina Burana", Beethovens 9. Sinfonie und einem Richard-Wagner-OpernOpenAir-Programm. Jürgen Wolf ist der künstlerische Leiter des Leipziger Bachchores. 2008 gründete er das Festivalorchester Leipzig und ist seit 2009 künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte im Barockschloss Güldengossa.
Sonntag, 16. Oktober, 20.00 h
Mattias Wager
St. Nikolai kyrka/Storkyrkan, Stockholm
Werke von J. S. Bach, Oskar Lindberg, Improvisation u.a.
MATTIAS WAGER
wurde 1967 in Stockholm geboren, wo er auch aufwuchs. Er studierte am Royal University College of Music, Stockholm, wo er 1992 sein Solistendiplom erwarb und mit der Medaille der Akademie ausgezeichnet wurde. Seine Lehrer waren Torvald Torén and Anders Bondeman. Seine Studien setzte er im Ausland unter anderem bei Johannes Geffert in Bonn und bei Naji Hakim in Paris fort. Unter seinen Erfolgen befinden sich drei Erste Preise bei internationalen Wettbewerben: 1991 Improvisationswettbewerb in Strängnäs (Schweden),1995 in St. Alban’s (England) und1995 in Paris (Grand Prix d’improvisation “Pierre Cochereau”).
Mattias Wager geht einer umfangreichen Konzerttäigkeit im In- und Ausland nach und hat zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen gemacht. Er unterrichtet Orgel an der Musikabteilung der Universität von Lulea. Seit 2006 ist er Organist an der Kathedrale (St. Nikolai kyrka/Storkyrkan) in Stockholm, wo er für eine große Bandbreite an Orgelaktivitäten verantwortlich ist.
Eintritt: 10,- € (5,- €)
Informationen unter:
www.nikolaus-und-joseph.de
Disposition der Rieger-Orgel in der kath. Pfarrkirche St. Nikolaus
in Bergisch Gladbach-Bensberg
| RÜCKPOSITIV (I) C-c4 | SCHWELLWERK (III) C-c4 | ||
| Principal | 8' | Quintatön | 16' |
| Holzgedeckt | 8' | Geigenprincipal | 8' |
| Quintadena | 8' | Bourdon | 8' |
| Octave | 4' | Doppelflöte | 8' |
| Rohrflöte | 4' | Gambe | 8' |
| Nazard | 2 2/3' | Voix céleste | 8' |
| Octave | 2' | Prestant | 4' |
| Waldflöte | 2' | Flûte oct. | 4' |
| Tierce | 1 3/5' IV | Viola | 4' |
| Scharff | 2/3' | Nazard harm. | 2 2/3' |
| Cromorne | 8' | Flageolet | 2' |
| Trichterregal | 8' | Tierce harm. | 1 3/5' |
| Plein Jeu | 2 2/3' V | ||
| Tremulant | Basson | 16' | |
| Trompette h. | 8' | ||
| Hautbois | 8' | ||
| Voix humaine | 8' | ||
| Clairon | 4' | ||
Tremulant |
|||
| HAUPTWERK (II) C-c4 | PEDAL C-g1 | ||
| Bourdon | 16' | Untersatz | 32' |
| Principal | 8' | Principal | 16' |
| Flûte harm. | 8' | Subbaß | 16' |
| Salicional | 8' | Octavbaß | 8' |
| Rohrgedackt | 8' | Gedackt | 8' |
| Octave | 4' | Choralbaß | 4' |
| Spitzflöte | 4' | Posaune | 16' |
| Quinte | 2 2/3' | Fagott | 16' |
| Superoctave | 2' | Trompete | 8' |
| Mixtur | 1 1/3' IV-V | ||
| Cornet | 8' V | ||
| Trompete | 16' | ||
| Trompete | 8' | ||
| Clairon | 4' | ||
Tremulant |
|||
| I/P | III/II | Spielhilfen: |
| II/P | I/II | ID-Card System |
| III/P | III/I | 1000 Kombinationen + je 3 Inserts x 8 Benutzer |
| Sequenzschaltung < > | ||
| Ab |
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